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Spatenstich für ein zukunftsweisendes Projekt – Wärmeverbund Balsthal

(Solothurn, 14. Januar 2010) Der Wärmeverbund Balsthal ist ein zukunftsweisendes Projekt: Der Grossteil der Wärme, zirka 80 Prozent, wird mit einer Holzfeuerung erzeugt. Damit sorgt der Wärmeverbund Balsthal für lokale Wertschöpfung und sichert eine stabile und günstige Energieversorgung. Zudem bildet er einen wesentlichen Beitrag zur künftigen Energieregion Thal und ist im Sinne der Klimaziele des Bundes. Mit einem Spatenstich feierte AEK mit Vertretern des Kantons Solothurn, der Balsthaler Behörden sowie Wärmeverbundkunden am Donnerstag, 14. Januar den Baubeginn.

Balsthal wird umgeben von einer der grössten Waldflächen des Kantons Solothurn. Schon lange wurde nach Lösungen gesucht, um diese Holzenergieressource besser zu nutzen. Der durch Holzschnitzel betriebene Wärmeverbund ermöglicht Balsthal künftig, die Waldflächen als kostengünstige und einheimische Energielieferanten zu nutzen. Die Forstbetriebsgemeinschaft Balsthal/Mümliswil-Ramiswil sichert sich langfristig einen Holzabsatz von jährlich 124'000 Franken (1. Etappe) bis 200'000 Franken (3. Etappe). Das Projekt Wärmeverbund Balsthal bildet zudem einen wesentlichen Beitrag zur Energieregion Thal und ist im Sinne der Klimaziele des Bundes.  Holz als EnergieträgerDie neue Energiezentrale wird auf dem Hunzikerhof gebaut. Sie erzeugt ganzjährig die nötige Energie für Warmwasser und Wärme. Die Wärme wird von der Energiezentrale durch Hauptrohre in Richtung Dorf geführt. Ab der Hauptleitung erfolgt die Feinverteilung bis in die Radiatoren und Wasserleitungen der einzelnen Liegenschaften. Eine eigene Heizung wird damit für Wärmeverbund-Kunden überflüssig. Der Grossteil der Wärme, zirka 80 Prozent, wird mit einer Holzfeuerung erzeugt. Dadurch sorgt der Wärmeverbund für lokale Wertschöpfung und sichert eine stabile und günstige Energieversorgung. Zur Spitzenlastabdeckung sowie für den Schwachlastbetrieb wird nebst der Holzfeuerung ein Gaskessel installiert. Die Planung, der Bau, die Finanzierung und der Betrieb der Anlagen erfolgt durch AEK Energie AG in Zusammenarbeit mit dem lokalen Gewerbe und der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Balsthal/Mümliswil-Ramiswil. Lokales Gewerbe profitiertAuch das lokale Gewerbe profitiert: Wenn immer möglich werden die Aufträge lokal vergeben. Das Investitionsvolumen beträgt insgesamt 5 Millionen Franken. Davon entfallen rund 3 Millionen Franken auf die erste Bauetappe.  In drei Etappen bis 2016Die erste Bauetappe dauert bis Ende 2010. In der Zeit werden das Schulhaus Inseli, die Bezirksschule mit der Sporthalle Haulismatt, das Schulhaus Rainfeld mit Turnhalle, das Altersheim Inseli, das Kreuz-Kornhaus-Rössli sowie die Reformierte Kirche erschlossen. In einer zweiten Bauetappe, die bis Ende 2014 dauert, ist der Anschluss des Neubaus der Heilpädagogischen Schule und die Erweiterung des Wärmeverbundes Richtung katholische Kirche, Kirchmatt sowie Goldgasse geplant. In der dritten Bauetappe, die bis Ende 2016 dauert, ist der Anschuss des Schulhauses und Schwimmbades Falkenstein vorgesehen. Während allen Ausbauetappen ist auch der Anschluss von Privatliegenschaften entlang der Fernwärmeleitung geplant. Ein Ausbau des Wärmeverbundes – beispielsweise Richtung Industrie Sagmatt – ist mit einer Erweiterung der Zentrale jederzeit möglich.  Unterstützt durch Bund und KantonFür den Bau des Wärmeverbundes Balsthal hat das Bundesamt für Energie im Rahmen des Konjunkturpaketes 2 einen Beitrag von 748‘866 Franken gesprochen. Die Fördermittel werden vollumfänglich zur Senkung der Wärmekosten verwendet. Zusätzlich fördert der Kanton Solothurn Anschliesser mit mindestens 4‘600 Franken. Bedingung ist, dass deren Öl-, Erdgas- oderElektroheizung mindestens 12 Jahre alt ist und ihre Liegenschaft über einen minimalen Isolationsstandard verfügt.

von links nach rechts: Willy Hafner, Gemeindepräsident Balsthal, Urs Stuber Leiter Energiefach-stelle Kanton Solothurn und Bruno Jordi, Geschäftsleitungsmitglied AEK Energie AG.



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