AEK Energie AG
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Spatenstich für eine starke Energielösung und Partnerschaft

Die Gemeinde Roggwil hat sich eine langfristig sichere, nachhaltige und günstige Wärmeversorgung auf Basis von Holzbrennstoff aus der Region zum Ziel gesetzt. Deshalb hat sie im Jahr 2008 eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben und anschliessend über eine öffentliche Ausschreibung einen geeigneten und ausgewiesenen Projektentwickler gesucht. Den Zuschlag hat das Konsortium AEK (AEK Energie AG) und EBL (Genossenschaft Elektra Baselland) erhalten. Am 8. Dezember war so weit: AEK und EBL feierten gemeinsam mit den Gemeindevertretern und dem Brennstofflieferanten Bossert Forst AG, Altbüron, sowie Projektpartnern den Spatenstich zum Wärmeverbund Roggwil.

Im Frühling wird gebaut

Die Bauarbeiten starten voraussichtlich Ende Februar 2012. Bereits im Sommer werden die ersten Kunden an den Wärmeverbund angeschlossen. Ziel ist, alle Liegenschaften der ersten Bauetappe bis zum Beginn der Heizperiode 2012/2013 mit Fernwärme zu versorgen. Dann werden mehr als 50 Liegenschaften Energie vom Nahwärmeverbund beziehen. Zentrale ausserhalb Wohnzone Die neue Heizzentrale kommt in das bestehende Gebäude im Gewerbehaus Bösiger– ausserhalb der Wohnzone – zu stehen. Sie erzeugt ganzjährig die nötige Energie für Warmwasser und Wärme. Die Wärme wird von der Energiezentrale durch Hauptrohre in Richtung Dorf geführt. Ab der Hauptleitung erfolgt die Feinverteilung bis in die Radiatoren und Wasserleitungen der einzelnen Liegenschaften. Eine eigene Heizung wird damit für Wärmeverbund-Kunden überflüssig.

Holz als Energieträger

Der Grossteil der Wärme, zirka 90 Prozent, wird mit einer Holzfeuerung erzeugt. Dadurch sorgt der Wärmeverbund für lokale Wertschöpfung und sichert eine stabile und günstige Energieversorgung. Zur Spitzenlastabdeckung, Redundanz (Ausfall der Holzkessel) sowie für den Schwachlastbetrieb im Sommer wird ein Ölkessel installiert. Die Planung, der Bau, die Finanzierung und der Betrieb der Anlagen erfolgen durch das Konsortium AEK/EBL. Brennstofflieferantin ist Bossert Forst AG, Altbüron, welche bereits in der Vergangenheit mit der Gemeinde Roggwil zusammengearbeitet hat. Sie wird Holz aus lokalen Wäldern der Bürgergemeinde Roggwil bevorzugen. Die Etappe 1 des Wärmeverbunds substituiert jährlich 475 000 Liter Heizöl mit nachwachsendem Rohstoff und reduziert den CO2-Ausstoss um 1'259 Tonnen.

Luftreinhalteverordnung mehr als erfüllt

Die Heizzentrale wird mit modernster Feuerungstechnologie ausgestattet. Damit werden die Grenzwerte der seit 2008 verschärften Luftreinhalteverordnung (20 mg/m3) um die Hälfte unterschritten. Zum Vergleich: Ein Cheminée hat bis zu hundert Mal höhere Emissionswerte.

Weiterer Ausbau geplant

Die erste Bauetappe dauert bis Herbst 2012. Liegenschaften, die ausserhalb des Versorgungsgebiets der ersten Etappe liegen, können zu einem späteren Zeitpunkt an den Wärmeverbund angeschlossen werden. Voraussetzung sind genügend Interessenten, damit die nötige Anschlussdichte erreicht wird.

Unterstützung durch den Kanton Bern

Der Kanton Bern unterstützt den Bau des Wärmeverbunds Roggwil mit einem Betrag von 416 000 Franken. Die Fördermittel werden vollumfänglich zur Senkung der Wärmekosten verwendet.

Weitere Auskünfte: Roger Scheidegger, Leiter Contracting AEK, Tel. 032 624 85 83, roger.scheidegger@aek.ch.

Von links: Markus Bosiger (Pneu Bosiger AG), Dieter Bossert (Bossert Forst AG), Roger Scheidegger (AEK), Markus Vogele (EBL), Erhard Grütter (Gemeindepräsident Roggwil), Andres Jenni (Ardens GmbH), Roland Grütter (Gemeindeverband Altersheim Roggwil-Wynau), Michael Huber (Gemeinderat Roggwil), Valentin Kappenthuler (X-Plan Baumanagement), Rudolf Lanz (AEK), Christian Grob (Schneeberger AG Lineartechnik), Beat Andrist (EBL), Rudolf Brand (AEK), Claude Minder (EBL), Daniel Baumann (Geschäftsleiter Einwohnergemeinde Roggwil), Bruno Jordi (AEK), Ewald Kaiser (vormaliger Leiter Bau und Betriebe, Roggwil), Herbert Schnetzler (Leiter Bau und Betriebe, Roggwil), Maurizio Bellino (AEK).