(Solothurn, 8. April 2009) Die AEK Gruppe hat im Geschäftsjahr 2008 ein gutes operatives Ergebnis erwirtschaftet. Neben dem Stromgeschäft haben sich auch die Geschäftsfelder Contracting, Pellet und Elektroinstallationen erfreulich weiter entwickelt. Um weiterhin eine möglichst unterbruchsfreie Stromversorgung zu gewährleisten, investierte AEK wie in vergangenen Jahren rund 10 Mio. CHF in die Netzinfrastruktur. Für mehr Transparenz wurde die Konzernrechnung der AEK Gruppe erstmals nach den Rechnungslegungsgrundsätzen von Swiss GAAP FER erstellt.

Die konsolidierte Gesamtleistung der AEK Gruppe erhöhte sich im Geschäftsjahr 2008 um 10 Mio. CHF auf 190,2 Mio. CHF. Das operative Ergebnis (EBIT) beläuft sich auf 9,8 Mio. CHF. Augrund des negativen Finanzergebnisses reduzierte sich der Jahresgewinn gegenüber dem Vorjahr um 1,9 Mio. CHF auf 5,1 Mio. CHF. Wie in den vergangenen Jahren investierte AEK rund 10 Mio. CHF in ihre Netzinfrastruktur, um auch weiterhin eine möglichst unterbruchsfreie Stromversorgung zu gewährleisten.

Transparenz im freien Markt
AEK ist eines der wenigen privatrechtlichen Unternehmen in der Elektrizitätsbranche. Seit Januar erwirtschaftet sie über 70 Prozent ihres Umsatzes im freien Markt. Zudem vergab sie Aufträge in der Höhe von insgesamt rund 20 Mio. CHF an Unternehmen der Region. Damit hilft AEK, Arbeitsplätze zu sichern und für die regionale Wirtschaft Standortvorteile zu schaffen. Dazu passt, dass die Konzernrechnung der AEK Gruppe neu nach den Rechnungslegungsgrundsätzen von Swiss GAAP FER erstellt wurde. Diese Rechnungslegung sorgt für mehr Transparenz und aussagekräftigere und vergleichbarere Abschlüsse, was gleichzeitig die Kommunikation mit Investoren, Banken und anderen interessierten Kreisen vereinfacht.

Stromkonsum gestiegen
Der Stromabsatz stieg gegenüber dem letzten Jahr um 1,7 Prozent auf 1'415 Millionen Kilowattstunden (Mio. kWh). Die grösste Zunahme ist bei den KMU-Kunden zu verzeichnen: Sie bezogen 197,2 Mio. kWh, das heisst 7,2 Prozent mehr. Dies lässt auf eine gute Auslastung der Produktionsbetriebe schliessen. Auch bei den Privat- und Gewerbekunden ist die Zunahme gross: mit 232,7 Mio. KWh bezogen sie 5 Prozent mehr Strom. Bei den Vertriebspartnern mit 209 Mio. kWh (+0.8%) und den Grosskunden mit 750,5 Mio. kWh (-0.3%) ist die Veränderung marginal und der Verbrauch in etwa auf Vorjahresniveau. Erfreulich ist, dass über drei Viertel der Biberister Kunden weiterhin bei AEK blieben und nicht zur Energieversorgung Biberist (EVB) wechselten. Die EVB bezieht den Strom seit ihrer Gründung bei AEK, welche jeweils das beste Angebot unterbreiten konnte.

Trendwende gegen Ende Jahr
Gegen Ende des Jahres war eine Trendwende zu spüren: Aufgrund der Schliessung der Borregaard sowie einem geringeren Strombedarf bei der Grossindustrie und bei einigen KMU-Kunden ging der Strombezug deutlich zurück. Der Teilbereich Elektrolyse der Borregaard wird für vorerst zwei Jahre weiterbetrieben, er wird aber nur noch rund einen Fünftel des ursprünglichen Strombedarfs benötigen.

Marktöffnung sorgte für Mehraufwand
Gemäss neuem Stromversorgungsgesetz müssen die Kosten für die Stromlieferung, die Nutzung des elektrischen Verteilnetzes, die Messung sowie die verschiedenen Abgaben und Steuern separat ausgewiesen werden. Dies führte bei AEK, wie bei allen Energieversorgungsunternehmen, zu erheblichem administrativem Mehraufwand: Sie führte eine neue Kostenrechnung, neue Berechnungstools für die Netznutzung sowie die notwendigen Energiedaten-Managementsysteme ein und passte ihre Messeinrichtungen und Geschäftsprozesse an.

Produktpalette erweitert
Im Hinblick auf die Strommarktöffnung hat AEK die Angebotspalette für ihre Partnergemeinden erweitert: Im Bereich Anlagenbewertung und Kostenrechnung brauchen Gemeinden keine teuren IT-Programme anzuschaffen. Sie können die IT-Infrastruktur und Software der AEK nutzen. Nebst den Partnergemeinden Gerlafingen, Kriegstetten, Langendorf, Lommiswil, Luterbach, Subingen und Zuchwil nutzt auch Biberist die Dienstleistung.

Holz schweizweit gefragt
Für den Bereich Contracting war das Geschäftsjahr 2008 ein voller Erfolg. Die ambitiös gesetzten Ziele beim Auftragseingang wurden übertroffen. Die meisten Projekte realisierte AEK in ihrem Versorgungsgebiet. Dank neuartiger und speziell auf die Kundenbedürfnisse zugeschnittener Konzepte reicht ihr Ruf inzwischen aber weit über die Region hinaus. Vermehrt melden sich potenzielle Kunden aus der ganzen Schweiz. Insbesondere interessieren sie sich für Anlagen mit dem Energieträger Holz: Schnitzel und Pellets.
In der Region engagierte sich AEK stark für Wärmeverbunde, bei denen Abwärme von Drittfirmen genutzt wird und ganze Quartiere oder Dörfer gemeinsam eine Heizzentrale nutzen. Am weitesten fortgeschritten ist das Projekt «Fernwärme Luterbach».

Pelletmarkt wächst
Die Nachfrage nach Pellets hat sich im Jahr 2008 markant erhöht. Der Schweizer Pelletmarkt dürfte um rund 20 Prozent gewachsen sein. AEK konnte ihre Verkaufszahlen über dieses Wachstum hinaus steigern und damit ihre Stellung als Marktführerin bestätigen. Der Schweizer Pelletmarkt weist noch sehr grosses Potenzial auf, was Erfahrungswerte aus Deutschland und Österreich belegen. Der Marktsituation folgend, hat AEK die Produktionskapazität ihres Pelletwerks in Balsthal auf 60'000 Jahrestonnen erhöht und damit verdoppelt.

Neue Elektro-Filiale in Lüterkofen
Auch AEK Elektro AG kann auf ein erfolgreiches Jahr 2008 zurückblicken. Die Auftragslage war in etwa auf Vorjahres- und damit auf sehr gutem Niveau. Die meisten Aufträge gewinnt AEK Elektro AG dank ihrem starken Filialnetz. Dieses hat sie im Jahr 2008 mit der Eröffnung einer neuen Filiale in Lüterkofen weiter ausgebaut.
