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Erfolgreiches Geschäftsjahr der AEK Gruppe

(Solothurn, 11.4.2007) Die AEK Gruppe blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2006 zurück. Das Stromgeschäft der AEK Energie AG ist nach wie vor die umsatzstärkste Tätigkeit der Gruppe. Die im Vorjahr eingeleiteten Preisreduktionen zu Gunsten der Kunden hatten eine Reduktion der Energiemarge zur Folge. Das operative Ergebnis liegt deshalb leicht unter demjenigen des Vorjahres. Ausserordentliche Erträge durch die Verkäufe von Beteiligungsgesellschaften haben zu einem ausserordentlichen Jahresgewinn geführt. Mit industriellen Grosskunden und Vertriebspartnern konnte die AEK wieder mehrere langfristige Energielieferverträge abschliessen.
Im Bereich Contracting ist das Jahr äusserst positiv verlaufen, so konnten mehrere Anlagenkonzepte für Industriebetriebe und öffentliche Anlagen realisiert werden. Die Beteiligungsgesellschaften AEK Pellet AG und AEK Elektro AG haben sich erfreulich weiterentwickelt und zum positiven Ergebnis beigetragen.
 

Der konsolidierte Umsatz der AEK Gruppe beträgt 169.2 (Vorjahr 214.2) Mio. Franken. Der Umsatz-Rückgang ist im wesentlichen darauf zurückzuführen, dass die Arnold AG und Indumo erstmals nicht mehr in die konsolidierte Erfolgsrechnung einbezogen wurden. Die Gruppe erzielte einen Cashflow von 16.6 (25.2) Mio. Franken. Wie erwartet, weist sie gegenüber dem Vorjahr einen leicht tieferen Jahresgewinn von 9.7 (10.1) Mio. Franken aus.
AEK Energie AG erzielte einen Umsatz von 157.4 (161.4) Mio. Franken. Insgesamt hat der Stromabsatz mit 1'368 Mio. Kilowattstunden (1'473.7) leicht abgenommen.
 

Investitionen in Versorgungssicherheit
Das oberste Ziel der AEK Energie AG ist, ihre Kunden jederzeit ausreichend mit Strom zu versorgen. Durch permanenten Unterhalt und gezielten Ausbau der technischen Infrastruktur, sorgt sie dafür, dass ihr Stromnetz auch künftigen Anforderungen Stand hält. So investierte sie im vergangenen Jahr wieder über 10 Millionen Franken in die Netzinfrastruktur.

Mehrjährige Energielieferverträge mit industriellen Grosskunden
Die massiv gestiegenen internationalen Stromgrosshandelspreise waren auch im Jahr 2006 massgebend. Insbesondere bei der Verhandlung neuer Energielieferverträge mit industriellen Grosskunden ist AEK schon länger dem internationalen Wettbewerb ausgesetzt. In enger Zusammenarbeit mit Atel und BKW konnte sie mit der Stahl Gerlafingen, Borregaard Schweiz, M-real Biberist und Scintilla AG mehrjährige Verträge abschliessen.
Die Grossindustrie ist an ihrem Strombezug gemessen nach wie vor die grösste Kundengruppe. Sie bezog im Jahr 2006 750.5 (731.8) Mio. Kilowattstunden, also mehr als die Hälfte des insgesamt gelieferten AEK-Stroms. AEK arbeitet seit jeher eng mit der regionalen Industrie zusammen und findet für diese innovative Energielösungen, die sich positiv auf die Energiekosten auswirken. Damit schafft sie einen wesentlichen Beitrag zur Standortsicherung der Betriebe und somit zur Erhaltung von Arbeitplätzen in der Region.

Starke, regionale Partnerschaft – tiefere Strompreise
Der Strombezug der Privathaushalte und Gewerbebetriebe ist mit 248.6 (242.8) Mio. kWh und derjenige der KMU mit 165.6 (159.1) Mio. kWh erneut leicht gestiegen. Der Strombezug der Vertriebspartner ist dagegen auf 194.6 (308.9) Mio kWh zurückgegangen. Mit den Städtischen Werken Grenchen (SWG), Elektrizitäts- und Wasserversorgung Derendingen (EWD), Elektra Äusseres Wasseramt (EAW) und Elektra Oekingen Halten (EOH) hat AEK im Jahr 2006 erneut mehrjährige Energielieferverträge unterzeichnet. Gemeinsam profitieren die regionalen Partner vom innovativen Support- und Dienstleistungsangebot der 1to1 energy-Allianz. Diese ist weiterhin auf Erfolgskurs: Sie vereint heute bereits über hundert Energieversorgungsunternehmen und bedient ein Gebiet mit über einer Million Kunden in den Kantonen Bern, Jura, Baselland, Solothurn, Freiburg und Neuenburg. Dadurch entstehende Synergien sind zum Nutzen der Kundinnen und Kunden. Durch die Einführung der 1to1-easy Produkte sanken beispielsweise die Strompreise für Haushalt- und Gewerbekunden seit 2005 um durchschnittlich 7 bis 10 Prozent. Gleichzeitig wurde die Niedertarifzeit um eine Stunde verlängert.

56'000 Tonnen CO2-Ausstoss verhindert
Die Ferndampfleitung zwischen der Kehrichtbeseitigungs AG Zuchwil (KEBAG) und der Papierfabrik M-real Biberist ist nicht nur das bedeutendste Contracting-Projekt der AEK Energie AG, sondern auch das bedeutendste CO2-Reduktions-Projekt der ganzen Schweiz. Dank der Substitution von Gas durch Fernwärme konnte die Papierfabrik M-real Biberist im Jahr 2006 einen CO2-Ausstoss von rund 56'000 Tonnen und zudem einen Anstieg ihrer Energiekosten um mehrere Millionen Franken verhindern. AEK wird künftig mittels Contracting das bestehende Verbundnetz erweitern. So können an die Leitung angrenzende Gewerbe, KMU, öffentliche Gebäude und private Haushaltungen ebenfalls von der Fernwärmeversorgung profitieren. Die Distributionsfirma DHL unterschrieb im vergangenen Jahr einen Contracting-Vertrag mit AEK und wird noch im Jahr 2007 an die Ferndampfleitung angeschlossen. 

Höhere Akzeptanz von Holzpellets für Grossanlagen
Die höhere Akzeptanz von Holzpellets für Grossanlagen war im vergangenen Jahr klar spürbar, was sich sehr positiv auf das Contracting-Angebot der AEK auswirkte. So entschied sich die Firma Eclatin in Lüsslingen für ein Contracting mit AEK und liess im Jahr 2006 ihre Ölheizung durch einen Pelletkessel ersetzten. Zudem unterschrieb die Gemeinde Langendorf einen Contractingvertrag. Sie will ihre vier Schulhäuser und die zwei Turnhallen künftig über einen Nahwärmeverbund versorgen und die bestehende Gasheizung sowie den Ölkessel durch eine Pelletheizung ersetzen. Auch ausserhalb ihres eigentlichen Versorgungsgebietes konnte AEK zwei Verträge für grössere Contracting-Projekte abschliessen.

Nachhaltige Versorgung mit AEK-Pellets gesichert
Das Jahr 2006 stand ganz im Zeichen des anhaltenden Pellet-Booms. Dieser ist auch an der stark steigenden Anzahl neu installierter Pelletkessel und -öfen zu erkennen. Sie hat sich im Laufe des Jahres auf rund10'000, das heisst um zirka 50 Prozent erhöht. Durch die enorm gestiegene Nachfrage verteuerte sich der Rohstoff massiv. Per Ende 2006 betrug die Preissteigerung für Sägemehl und -späne zwischen 30 bis 40 Prozent. Entsprechend ist der Preis für Pellets gestiegen.
AEK rechnet auch für die kommenden Jahre mit einer jährlichen Steigerung der Nachfrage von 20 bis 25 Prozent. Um dieser gerecht zu werden und ihre Position als Marktleaderin zu sichern, wird sie ihre Pelletproduktion massiv ausbauen. Die Jahreskapazität wird sie mit 60'000 Tonnen bis Ende Jahr verdoppelt haben. Zusätzlich werden weitere Produktionsstandorte evaluiert. Als grösste Pelletproduzentin ist AEK auch ohne Realisation des HVZ Luterbach in der Lage, den Betreibern von Pelletöfen die nötige Sicherheit für eine nachhaltige Versorgung zu geben.

Sehr gute Auftragslage für Industrie- und Gebäudetechnik
Die erfreuliche Konjunktur führte im Jahr 2006 zu einer sehr guten Auftragslage im Bereich Industrie- und Gebäudetechnik. Die AEK Elektro AG konnte sich im schwierigen Marktumfeld behaupten und sich in ihrer Rolle als Marktführerin in der Region bestätigen. Für die AEK Gruppe konzipierte und realisierte sie eine der grössten Schweizer Telefonieplattformen mit Astra Ascotel Systemen. Wichtige Projekte realisierte sie auch für die M-real Biberist, Borregaard, Carosserie Hess, Kantonsschule Solothurn, ARA Grenchen sowie die Seminarmeile Solothurn.
Ein Auftrag mit besonderen Anforderungen war der Neubau der Raiffeisenbank in Derendingen. AEK Elektro AG realisierte die Elektroinstallationen für Stark- und Schwachstrom, die Sicherheitskomponenten im Gebäudeteil der Bank und die diversen Nutz- und Akzentbeleuchtungen.




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